So gelingt die Skalierung der Sektorkopplung in der Schweiz
Die zweite Ausgabe des Whitepapers «Sektorkopplung» rückt die Umsetzung ins Zentrum: Über 30 Praxisbeispiele zeigen, wie sich Strom, Wärme, Mobilität und industrielle Prozesse intelligent verbinden lassen und welche Rahmenbedingungen es braucht, um bewährte Lösungen schweizweit zu skalieren.
Nach dem Erfolg der ersten Ausgabe im letzten Jahr präsentierten energie-cluster.ch und oe.energy am 17. September 2026 die zweite Ausgabe des Whitepapers «Sektorkopplung: Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Energiewende in der Schweiz». Der Fokus verschiebt sich dabei klar: weg von der Frage, ob Sektorkopplung funktioniert, hin zur Frage, wie sie systematisch und landesweit skaliert werden kann. Dringlichkeit erhält das Thema durch nüchterne Zahlen: Die Schweiz importiert 68 % ihrer Wärme, Kälte und Elektrizität, allein für Erdölprodukte und Gas fliessen netto rund CHF 8,1 Milliarden pro Jahr ins Ausland. Sektorkopplung ist damit nicht nur Klimapolitik, sondern eine Frage von Versorgungssicherheit, wirtschaftlicher Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.
Über 30 Praxisbeispiele im Whitepaper belegen: Die nötigen Technologien sind vorhanden und im Einsatz – die Transformation muss nun auf allen Ebenen erfolgen, vom einzelnen Gebäude über Areale, Gemeinden und Kantone bis zu nationalen und internationalen Grossprojekten. Die eigentliche Hürde liegt dabei nicht mehr bei der Technik, sondern bei den Rahmenbedingungen: lange Bewilligungsverfahren, starre Raumplanung, fragmentiertes Fachwissen und mangelnde politische Kontinuität bremsen die Skalierung. Die klare Botschaft von Whitepaper und Anlass: Technologie, Know-how und Investitionskraft sind da – was jetzt fehlt, ist ein verlässlicher Rahmen, um bewährte Lösungen konsequent zu verbinden, zu replizieren und vom Gebäude bis zum nationalen Energiesystem zu skalieren.